21. November 2012 von in

Fright Nights 2012: Tag 4

Den vierten Tag des Fright Nights Festivals, eröffnete der Schweizer Alpenhorror Sennentuntschi von Michael Steiner, den man jedoch  nicht unbedingt gesehen haben muss. Vor allem die Story ist sehr bescheiden ausgefallen. Die Produktionswerte und Schauspieler sind in Ordnung, vor allem der junge Joel Basman zeigt als zurückgebliebener Bergjunge eine wirklich ansprechende Leistung. Alles in allem aber eher unterdurchschnittlich.

Mit End of Animal gab es danach einen sehr interessanten Beitrag aus Südkorea zu sehen. Ein apokalyptischer Film über den Weltübergang, der eigentlich ein Endzeitfilm sein soll, irgendwie aber doch keiner ist. Der junge Jo Sung-Hee, will gegen die Sehgewohnheiten des Mainstreams schlagen und tut dies mit Bravour. Auch wenn der Film an manchen Stellen fordert und sehr behäbig wirkt, sind die vielen Wendungen wirklich spannend und ansprechend.
Jeder Endzeit-Fan sollte einen, oder mehrere, Blicke riskieren!

Was wäre, wenn Man(n) sich unsterblich in eine attraktive Frau verlieben würde, diese sich jedoch als Werwölfin entpuppt? Richtig! Liebe kennt keine Grenzen.
Mit Lovely Wolf war ein wirklich unterhaltsamer und lustiger Kurzfilm zu sehen, der ein junges, frisch verliebtes Paar zeigt, bei dem sich unglücklicherweise die Frau zu Vollmond immer in ein haariges Biest verwandelt. Daraus ergeben sich natürlich eine Vielzahl von lustigen Situationen, sei’s jetzt der exzessive Verzehr von Fleisch in unglaublichen Mengen, oder der Hass gegen Postboten, den ja auch viele Hunde innehaben. Bei solchen Einfällen verzeiht man auch den augenscheinlichen Amateurlook, an den man sich jedoch dank der guten Darstellerleistungen schnell gewöhnt.
Hier könnt ihr einen kurzen Teaser sehen. Die beiden Hauptdarsteller sind für den Amateur-Darstellerpreis nominiert.

Der letzte Film war zugleich das Highlight des gestrigen Abends. Der ambitionierte und sehr professionelle Kurzfilm Too Focused, zeigte all das, was wir am Horrorgenre lieben (Nominierung für Bester Kurzfilm).
Spannung von der ersten bis zur letzten Sekunde, tolle Kamera und Musik, solide Story, sowie außergewöhnlich authentische Darsteller (Alle drei Schauspieler erhielten Nominierungen).
Zum Inhalt: Ein erfolgloser Schrifsteller reist, von seinem Verlag unter Druck gesetzt, aufs Land um dort Inspiration zu sammeln und seinen Roman fertigzustellen (oder anzufangen). Dort quartiert er sich in ein Bauernhaus ein und verschaut sich in das Hausmädchen. Diese ist jedoch sehr mysteriös und reserviert. Vor allem wacht ihr großer, angsteinflößender Bruder ständig über sie…
Wer jetzt denkt die Geschichte durchschaut zu haben, irrt. Vor allem das Ende ist richtig cool. Um es kurz zu machen: Sehr Empfehlenswert!

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