24. November 2012 von in

Fright Nights 2012: Tag 7

Der letzte reine Vorführungstag bot einiges an Abwechslung und sorgte für viel Erstaunen und Kopfschütteln.

Für den Mix aus Dokumentar- und Spielfilm mit dem Namen Zero Killed, der bereits am Montag lief, interviewte Michael Kosakowski Leute aus verschiedenen Gesellschaftsschichten und fragte sie, wie sie jemanden umbringen würden. Die Vorstellungen hat er dann, mit den Interviewten als Darsteller, noch verfilmt.
Das Ergebnis ist wirklich schockierend und zeigt die dunklen Seite der menschlichen Persönlichkeit, die jedoch als völlig normal und natürlich abgetan werden.
Wenn ein Farmer die Verstümmelung eines Menschens mit einem Hammer, mit der Schlachtung seiner Schafe vergleicht, ist man schon schockiert und angeekelt. Vor allem da auch die eigene Fantasie angeregt wird. Es wird wohl kaum jemanden geben, der sich in den ruhigen Momenten nicht selbst seine eigenen Mordgedanken macht.

Von dem Kurzfilmblock, der ebenfalls wiederholt wurde, ist noch Shadow Of The Unnameable zu erwähnen. Dieser sehr professionell gemachte 16-minüter, erzählt stilvoll die Geschichte eines Monsters welches in England gewütet hat und von einem Autor wieder zum Leben erweckt wird. Einzig die mangelhafte Synchronisation stört ein wenig, aber das trübt den Gesamteinduck kaum. Wirklich sehenswert!

Und schließlich die, zumindest von den Österreichern, heiß erwartete Vorführung der Horrorkomödie Friday Night Horror. Zur Erklärung des Hypes: In Österreich gibt es eine Life-Reality Sendung mit dem vielversprechenden Namen Saturday Night Fever, in dem Jugendliche beim übermäßigen Konsum von Alkohol und der Eroberung von Frauenherzen gezeigt werden. Vier Hauptpersonen aus dieser Sendung (Molti, Spotzl, Pichla, Eigi) haben es jetzt auf die große Leinwand geschafft und präsentieren sich ihrer großen, überwiegend weiblichen, Fangemeinde. Reicht es wirklich viel Alkohol zu trinken um eine Fangemeinde zu kreieren. Ja, in der Alpenrepublik schon!
Der Film selbst ist einfach dermaßen bescheuert, lächerlich und absurd, dass man ihn etweder grottenschlecht oder amüsant findet. Spätestens wenn einige überemanzipierte Polizistinen auf eine Horde von Friseurlehrlingen schießt, diese die Kugeln mit ihren Brüsten abwehren und die Polizistin daraufhin laut ausruft: „Sie haben Abwehrtitten, diese Fotzen!“, dann kann man sich nur mehr belustigt auf die Stirn klatschen oder den Kinosaal verlassen.

Damit ist der letzte neue Film der Fright Nights 2012 gezeigt worden. Am letzten Tag gibts noch vier Wiederholungen, ehe die Preise vergeben werden.

 

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