25. November 2012 von in

Fright Nights 2012: Preisverleihung und Sieger

Nach 36 Filmen, aufgeteilt auf acht spannende und abwechslungsreiche Tage, hat auch das Fright Nights 2012 wieder sein Ende gefunden und gestern im Hollywood Megaplexx in Wien, die silbernen Hände vergeben.

Hiermit präsentieren wir euch alle Sieger und verleihen unsere eigene „Silberne Hand“:

Bester Kurzfilm
Sieger: Too Focused
Scary-Movies.de: Too Focused
Kommentar: Wirklich ein ganz knappes Rennen in einer sehr spannenden Kategorie. Auch laut dem Festivalleiter und der Jury, waren die Kurzfilme dieses Jahr von unglaublich guter Qualität und es war eine enge Entscheidung.
Schlußendlich hat sich der längste aller Beiträge (25 Minuten) durchgesetzt und das, wie wir finden, auch völlig verdient. Es war schon anzunehmen, dass Envy Of The Dead, ob seiner schwierigen Produktionsbedingungen in Bahrain, den Preis bekommt. Doch der beste Kurzfilm am Festival war Too Focused, insofern ist der Sieg völlig verdient.

Beste Darstellerin Amateurfilm
Sieger: Eva Pröglhöf (Vadim)
Scary-Movies.de: Micaela Bara (Too Focused)
Kommentar: Die erste Überraschung gleich in der zweiten Kategorie. Eva Pröglhöf aus Vadim hatten wir nicht auf der Rechnung, dazu war uns die Leistung dann doch ein wenig zu gewöhnlich und aus dem Standard-Horror-Repertoire.
Dass die unglaublich starke und intensive Darstellung von Micaela Bara als Anna in Too Focused nicht ausgezeichnet wurde, ist wirklich schade. Vielleicht liegt es an der geringen Leinwandzeit die sie hatte, verdient hätte sie es allemal!

Bester Darsteller Amateurfilm
Sieger: Thomas Kautenburger (Too Focused)
Scary-Movies.de: Peter Nietzsche (Too Focused)
Kommentar: Eine vertretbare Entscheidung die abzusehen war. Peter Nietzsche hätte uns zwar noch ein wenig besser gefallen, da seine Verkörperung des überforderten Schriftstellers der ein fürchterliches Geheimnis aufdeckt, sehr authentisch und echt gespielt ist. Aber sein Konterpart Thomas Kautenburger stand ihm in nicht viel nach. Die Rolle des mysteriösen Bruders der, wie man denkt, seine Schwester foltert, ist sehr dankbar für einen Schauspieler da sie eher im Kopf des Zusehers bleibt. Geht trotzdem in Ordnung.

Bester Profifilm
Sieger: 22:43 – Das Schicksal hat einen Plan
Scary-Movies.de: Am Ende des Tages
Kommentar: David gegen Goliath hieß das Duell in dieser Kategorie. Der Sieger aus diesem Zweikampf dürfte bekannt sein. Das heißt in diesem Fall, dass der Low-Budget Streifen 22:43, tatsächlich mit seiner klugen und durchdachten Story und der geschickten Erzählweise, die große Produktion Am Ende des Tages, niederringt und sich den Sieg in der wichtigsten Kategorie sichert.
Natürlich sind solche Entscheidungen immer Geschmackssache und 22:43 ist wirklich ein sehr guter und sehenswerter Film, aber unserer Meinung nach ist Am Ende des Tages, mit seiner Skurrilität und morbiden Perversion, noch um einen Tick besser.

Beste Darstellerin Profifilm
Sieger: Tanja Raunig (One Way Trip)
Scary-Movies.de: Tanja Raunig (One Way Trip)
Kommentar: Die junge Österreicherin, die in der schweiz-österreichischen Produktion vor allem viel verfolgt wird und leiden muss, sicherte sich verdientermaßen die „Silberne Hand“. Auch wenn der Film an sich eher durchschnittliche, bekannte Horrorkost ist, sticht ihre Leistung doch heraus. Man sollte jedoch auch sagen, dass die Konkurrenz nicht sonderlich groß war, da zum Beispiel Anna Unterberger (Am Ende des Tages), neben ihren männlichen Kollegen keinen Platz zum brillieren hatte.
Dass die international bekannte Lin Shaye (Insidious) leer ausgeht, war auch zu erwarten.

Bester Darsteller Profifilm
Sieger: Nicholas Ofczarek (Am Ende des Tages)
Scary-Movies.de: Nicholas Ofczarek (Am Ende des Tages)
Kommentar: Dazu ist eigentlich jeder Kommentar überflüssig. Eine selbstverständliche und logische Entscheidung für den sehr bekannten Nicholas Ofczarek der sich herzlich für den Preis bedankte, da er leider persönlich nicht an der Verleihung teilnehmen konnte. Grandiose Leistung!

Bester Amateurfilm
Sieger: Thanksgiving
Scary-Movies.de: Thanksgiving
Kommentar: Die leise erwartete Überraschung mit einer Doppelauszeichnung für den abgefahrenen Das Ding aus der Mur, ist also ausgeblieben. Thanksgiving ist mit seiner Härte und Gnadenlosigkeit ein Favoritensieger. Der Dorflehrer von Genlock forderte sein Publikum dann doch ein wenig zu viel und so fiel die Wahl auf den Torture-Porn von Sebastian Stadler.

Beste Verstümmelungsszene
Sieger: Penis-Tschüss-Szene (A Day Of Violence)
Scary-Movies.de: Penis-Tschüss-Szene (A Day Of Violence)
Kommentar: Da kann man(n) wirklich nicht hinsehen. Wie auf derart ekelhafte Weise das männliche Genital verstümmelt wird, ist wirklich ein Albtraum. Die Szene seht ihr ausschnittsweise hier im Trailer, viel Spaß!

Trash Award
Sieger: Zombies from Outer Space
Scary-Movies.de: Das Ding aus der Mur
Kommentar: Wenn schon Trash, dann richtig Trash! Das ist zumindest meine Devise, deswegen hätte ich den absolut bescheuerten aber dennoch unterhaltsamen Das Ding aus der Mur diesen Preis verliehen. Aber Zombies from Outer Space ist natürlich, alleine schon des Titels wegen, ebenso gut geeignet. Wie der Regisseur in seiner Dankesrede erklärte, haben sie es von Anfang an auf solche Trashpreise ausgelegt, was sich schließlich bewusst in der Gestaltung der Kostüme niedergeschlagen hat. In diesem Fall: Ziel erreicht!

 

Das wars auch schon! Es wurde noch ein Jury-Preis für Das Ding aus der Mur und ein Publikumspreis für Cannibal Dinner verliehen.

Wir bedanken uns bei unseren Lesern für das Mitverfolgen des Festivals und bei den Veranstaltern der Fright Nights für die gute Zusammenarbeit. Die Fright Nights 2013 finden übrigens nächstes Jahr schon im April statt, da ein Evil Dead-Feature, mit den drei alten und dem neuen Teil, geplant ist.

Das hört sich doch mal gut an, oder?

 

 

Die heiß ersehnten "Silbernen Hände"

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Videobotschaft von Darren Ward (A Day Of Violence)

Die Macher von "Zombies From Outer Space" mit dem Trash-Award

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