8. Dezember 2012 von in

Game Review: Hitman – Absolution

Am 20. November 2012 erschien der neue Teil der Hitman Reihe namens Hitman: Absolution auf den Konsolen PlayStation 3, XBOX 360 und für den PC. Die Erwartungen waren natürlich groß, Hitman gehört zu den Klassikern der Konsolengames und die Sniper Challenge war, wie wir bereits berichteten, ebenfalls ein spielens- und auch sehenswertes Mini-Game im XXL Format.

Hitman Absolution Game Review

In Hitman: Absolution dürfen wir nun aber vorerst wieder hinter dem Zielfernrohr des Sniper-Gewehrs weg (keine Bange, wer an der Sniper Challenge saumäßig Spaß hatte, der darf sich auch in Absolution auf weitere Sniper-Action freuen) und müssen uns mit den verschiedensten Waffen auf eine neue Mission mit Agent 47 machen.

Dieser wurde in der Geschichte von Hitman: Absolution nämlich mitsamt der ganzen „Agency“ von einer einst vertrauten Personen verraten und musste daraufhin im Auftrag der neu formierten Agency Jagd auf diese Person machen. Von der Story aber nicht zu viel, das sollt ihr alles selbst rausbekommen. ;)

Wer Hitman kennt, der weiß, dass es sich hierbei nicht nur um stupide Ballerei handelt, sondern dass das Spiel einiges mehr an Taktik, Geschick und Know-How fordert. So gibt es wie in der Sniper Challenge bereits als Haupt-Kaufsargument ausgespieltes I-Tüpfelchen immer nicht nur ein, keine zwei, sondern immer einen Haufen von verschiedenen Möglichkeiten ein Level zu lösen und zu durchschreiten.

Der Spieler hat die Möglichkeit, Gegner mit in Ecken geworfenen Gegenständen abzulenken, um sich daraufhin leise vorbeizuschleichen, sie mit Wurfmessern unbemerkt von den anderen Gegnern zu ermorden, sie ganz einfach von Brüstungen zu schubsen oder sich die Kleidungen von toten Personen (oder auch gefundene Kleidung) anzuziehen, um sich als einer von Ihnen oder eine neutrale Person auszugeben.

Aber auch wer es etwas heftiger mag muss die Finger nicht unbedingt von diesem Spiel lassen. Denn – wenn man dazu nicht sowieso im Laufe eines Levels gezwungen wird, weil man sich selbst oder eine liegengelassene Leiche wieder mal hat entdecken lassen – mit gezogenen Waffen lassen sich alle Level wunderbar bestreiten, selbst wenn es eigentlich nicht das tatsächliche Missionsziel ist. So bekommt Agent 47 beispielsweise in einem Level seine geliebten schallgedämpften Pistolen nur dann zurück, wenn er gegen die Tochter eines Waffenladenbesitzers im Schießwettbewerb gewinnt… Oder eben, wenn er einfach alle Leute über den Haufen schießt! ;)

Hitman Agent 47

Doch so facettenreich Hitman: Absolution auf Grund dieser Flexibilität der eigenen Entscheidungen auch ist, so hatte ich ab und zu das Gefühl, dass die Möglichkeiten teilweise nicht zu 100 % ausgereift sind. Beim Amoklauf durch Horden von Gegnern ist es oftmals ein leichtes Spiel, lebend ans Ziel zu kommen, es werden (zumindest in den ersten drei Schwierigkeitsstufen, die der normale Gamer vermutlich wählen wird) keine strategischen Vorgehensweisen gefordert und die Gegner agieren alle gleich, weshalb man sich nur noch an eine Stelle stellen muss, um einen nach dem anderen ins Visier zu nehmen.

Auch ohne entdeckt zu werden eine Mission zu vollenden ist grob gesagt nicht besonders abwechslungsreich. Man startet eine Mission, es wird einem gesagt, man solle seine Gegner unbemerkt umgehen und hat von diesem Spiel nach mehreren Malen das Gefühl, die Level Designer hatten keine Lust mehr und haben die Gegner nur noch anders platziert. Lediglich wenn man genauer nachforscht, hat man in manchen Levels sehr kreative und unterhaltende Möglichkeiten nicht bemerkt zu werden. So können zum Beispiel präparierte Müllpressen zum Tod durch Strom führen.

Und so hart diese Todesart auch klingen mag, Hitman: Absolution hat dieses einfache Todeskonzept noch etwas ausgefeilt und daraus einen wunderbaren Schmankerl gezaubert, aber das müsst ihr selbst erleben. Neben dieser Szene beweist das Spiel an vielen Stellen, dass es nicht so ernst genommen werden muss. Gespräche von Passanten oder Gegnern und auch die ein oder andere Interaktion vom Agent 47 bringen viel Humor mit hinein.

Hitman Humor

Das Gameplay von Hitman: Absolution ist nicht sehr gewöhnungsbedürftig, reagiert präzise und bedient sich quasi am Standard für Mischungen aus Thrid- und First-Person Shootern. Ebenso ist gegen die Grafik nichts zu sagen, so wie man es von einem Actiongame wie Hitman erwarten kann.

Insgesamt ist Hitman: Absolution ein gelungenes Werk aus dem Hause Square Enix und IO Interactive A/S mit großartiger Vielfalt, wie man sie nur selten erlebt. Das Game ist für diejenigen Empfehlenswert, die keinen puren Kriegs-Shooter wollen, gleichzeitig aber auch keine Lust auf einen sich zu ernst nehmenden Agenten haben.

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