19. Dezember 2012 von in

Django Lebt!: Und damit ist nicht Tarantinos „Remake“ gemeint

Mit Tarantinos Remake des Italo-Western-Klassikers Django sprechen ja mittlerweile viele von der Wiedererweckung eines längst beerdigten Genres. Ob dies so gelingt möchte ich doch schwer bezweifeln, was nicht heißen soll, dass Django Unchained ein schlechter Film werden wird, aber eben keiner im Stile eines Spaghetti Westerns. Denn schon der Trailer sieht viel zu sehr nach Hochglanz und Hollywood aus und nicht nach Staub, Grobkorn und Cinecittà. Auch die Geschichte von Tarantinos jüngstem Baby hat nicht mehr viel mit dem Film von 1966 zu tun, abgesehen vom titelgebenden Namen des Hauptprotagonisten und ein Cameo-Auftritt von Franco Nero, gibt es keine Übereinstimmungen.

Viel Interessanter für Genrefans sind im Zuge dessen auch weniger dieses „Remake“, sondern die Äußerungen bezüglich eines möglichen dritten Teils der „Originalreihe“ (Django und Django Strike`s Again) der momentan unter dem Titel „Django Lives!“ scheinbar mehr als nur eine fixe Idee zu sein scheint. Die Produzenten Eric Zaldivar und Mike Malloy haben sich dafür auch schon die Zusage von Franco Nero für sein Mitwirken bei „Django Lives!“ geben lassen und feilen bereits kräftig an der Story, die sich momentan wie folgt liest:

Die Tage des Revolverhelden hat Django lange hinter sich gelassen und so arbeitet der Senior im Jahre 1915 mittlerweile als Berater für Stummfilme in Hollywood. Dort gerät er an einen jungen und aufstrebenden Regisseur, der allerdings wegen seiner Spielschulden von Geldeintreibern ermordet wird. Dummerweise werden seine offenen Rechnungen auf Django übertragen, der nun Hals über Kopf die Stadt verlassen muss. Er findet Unterschlupf in einer Kleinstadt auf dem Land, die bei genauerem Hinsehen allerdings ihre eigenen Probleme hat. Denn die Bevölkerung ist zweigeteilt und zerstritten und fechtet einen blutigen Konflikt aus in den auch Django mit hineingezogen wird.

Kommt euch bekannt vor die Geschichte? Naja es geht ja hier auch nicht um die Neuerfindung des Genres, sondern um seine Wiederbelebung. Und dazu gibt es doch nichts besseres, als einen klassischen Stoff. Wir jedenfalls freuen uns drauf und drücken die Daumen, dass es dann auch wirklich soweit kommt.

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