Z Burbia

Originaltitel: Z BURBIA
Autor: Jake Bible
Genre: Horror / Zombies
Umfang: 308 Seiten
Veröffentlichung: 2014 (broschiert); 30.04.2015 (ebook)
Verlag: Luzifer Verlag

Die Zombiemanie scheint unbeirrt weiter zu gehen, ob in Serien, Videospielen oder Filmen, überall geniessen Zombies noch ihre Hochkonjunktur. Auch im Buchhandel gibt es spannende Erscheinungen. Z Burbia, welches seit einem knappen Monat auch als ebook erhältlich ist, gehört dazu.

Wie viele andere beginnt auch dieses Buch nach der Zombieapokalypse. Die Welt ist schon von menschenfressenden Untoten überrannt worden, nur einige kleine Kolonien konnten sich behaupten. Zu ihnen gehört ein Dorf im Herzen der USA. Seine Bevölkerung muss sich nicht nur mit bürgerlichen Vorstadtgesetzen auseinandersetzen, sondern auch mit marodierenden Kannibalengruppen und Zombies fertig werden. Als dann noch ein Verrückter Bankier eine eigene Untotenarmee mobilisiert um fremder Territorien Herr zu werden, läuft das Fass endgültig über. Der Familienvater Jace und ein paar Freunde verlassen ihr sicheres Dorf, um eine Lösung für die nahenden Probleme zu finden.

Man merkt es vielleicht bei der Inhaltsangabe, wenn nicht schon bei dem eigenwilligen Cover: Z Burbia nimmt sich selbst nicht sonderlich ernst und bietet immer wieder witzige Passagen, die das Geschehen auflockern. Einmal ist Jace in ein rosa Yogakleid für Teenager gehüllt, weil seine Klamotten zerschlissen sind, und gilt plötzlich als Gruppenweichei, nur um kurz danach von einer verrückten Dame verfolgt zu werden, die ihn fressen möchte. Daneben stehen unzählige Kämpfe zwischen einzelnen Banden und Untoten, allesamt blutig und kurzweilig. Der Schreibstil des Vollzeitautoren Jake Bible ist sauber und selbstsicher, dass dies nicht sein erstes Werk ist, merkt man sofort.

Wie üblich kann man an einen Zombieroman keine großen Erwartungen bezüglich des Anspruches stellen. Vielleicht ist das auch besser so. Anstatt irgendwelcher Pseudophilosophien geht es hier lediglich um dreckigen Humor und Gewalt. Die Mischung aus einem biederen Dorf und dem Zombieszenario tut ihr Übriges, um die gute Stimmung anzufachen.

Im Vergleich zu seinen Konsorten macht Z Burbia aber nicht alles richtig. Der Klimax ist nicht perfekt, die Charaktere bleiben etwas zu blass und die Handlung ist zu schnell vorbei, als dass sie ihr volles Potenzial ausschöpfen könnte. Doch das sind kleine Makel im Vergleich zu den gebotenen Vorteilen. Im Vergleich zu dem ähnlichen „900 Meilen“ zieht dieses Buch lediglich den Kürzeren.

Viel mehr bleibt über Z Burbia nicht zu sagen. Man kriegt Zombies, Action und guten Humor geboten, eingebettet in ein witziges Szenario und kurzweilig geschrieben. Auch wenn man keinen Überflieger erwarten sollte, kann man dieses Buch jedem Zombiefan vorbehaltlos empfehlen, wobei auch Horror- und Actionfans auf ihre Kosten kommen!

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