Synopsis

Nord-Amerika wurde durch Trockenheit, Feuer, Hungersnot und Krieg zerstört. Daraufhin wurde das Land Panem neu geschaffen, welches aus einem Kapitol und 12 Bereiche besteht. Jedes Jahr werden für jeden der 12 Bezirke ein Mann und eine Frau per Lotterie ausgewählt um an den Hunger Spielen teilzunehmen. Ziel der Hunger Spiele ist es, die anderen Repräsentaten der Distrikte zu töten und als einziger Lebender das Spiel zu verlassen. Dieses grausame Spiel wird als Live-Fernsehsendung in ganz Panem ausgestrahlt und dient zur Unterhaltung des Volkes. Dieses mal fällt das Los auf die noch sehr junge Primrose Everdeen. Ihre 16-jährige Schwester Katniss meldet sich daraufhin als Freiwillige, um ihre Schwester vor dem sicheren Tod zu beschützen. Als die Hunger Spiele beginnen ist jeder auf sich allein gestellt…

Bilder

Review

Handlung:
Schauspieler:
Glaubwürdigkeit:
Bild:
Musik:
Sprache:
Grusel:
1.5/10
Spannung:
5.5/10
Gewalt:
3.5/10
Splatter:
2/10
Trash:
0.5/10
Tragik:
6/10
Gesamt: 6.5 / 10 Punkte

Die Review basiert auf dieser Fassung:
Kinofassung

Kommentar:

Ich muss gestehen, dass ich zu den Leuten gehöre, die die Buchvorlage zu Die Tribute von Panem - The Hunger Games nicht gelesen haben. Somit galt es, für meine Kollegin mich nach der Pressevorführung erst einmal aufzuklären, wie eng sich denn nun die Filmemacher um Regisseur Gary Ross (Pleasentville, Seabiscuit) an den Roman (The Hunger Games) von Suzanne Collins gehalten haben. Die Antwort offenbarte den Standard, wie er bei dieser Konstellation eigentlich fast immer vorkommt. Der Film wird dem Buch leider nie wirklich gerecht, ist aber, losgelöst davon betrachtet, schon ganz gut geraten.

So würde ich das aus meiner Sicht auch stehen lassen. Die Idee ist in ihren Grundzügen nicht ganz neu (Battle Royal, Todesmarsch, Running Man), birgt aber durchaus eine Menge Potential. Wie viel wird man freilich erst nach der Sichtung der beiden weiteren Teile sagen können, da es sich ja bei der Anlage um eine klassische Trilogie handelt.

Teil 1 führt soweit zunächst in die Welt von Panem ein und bringt das höchst pervers-veranlagte Spielchen auch schon hinter sich, der Ausgang sei hier natürlich nicht verraten. Dabei hätte man durchaus etwas mehr nach der Devise Kürze=Würze vorgehen können, auch wenn das eventuell bedeutet hätte, noch mehr Details des Buches auszusparen. Der Film allerdings ist mit seinen 142 Minuten doch entweder ein Stück zu lang geraten oder man hat die Konzentrationspunkte nicht ganz optimal gelegt.

Spannung (nicht Grusel) kommt schon auf, jedoch in nur sehr geringer Dosierung, da man bei der Vermarktung in Richtung eines breiten und auch jungen Publikums schielte. Dabei offenbart sich genau die Hauptschwachstelle des Films, die doch recht harte Thematik in möglichst sanften und harmlosen Bildern einzufangen. So wird zum Beispiel die Wackelkamera-Technik nicht als filmisches Stilmittel eingesetzt, sondern um gewalttätige Szene visuell zu entschärfen. Dieser „Kunstgriff“ zeugt doch sehr von Einfallslosigkeit, obwohl er eigentlich das Gegenteil, nämlich Kreativität verkaufen soll. Abgesehen davon ist es nervig und wirkt deplatziert, weil im Rest des Films darauf verzichtet wird.

Ansonsten hat Kameramann Tom Stern, den Film eigentlich in recht schönen Bildern eingefangen, wobei das Hauptaugenmerk immer auf der Kontrastierung zwischen der schrillen und futuristisch High-Tech-Stadt Panem und den einfachen und ärmlichen Außendistrikten liegt. Dies erzeugt wunderbar die Wirkung von zwei verschiedenen Welten, wobei der Film es dem Zuschauer sehr leicht macht, sich emotional zu positionieren, aber nicht wirklich dazu anregt auch sich selbst und (aktuelle) gesellschaftliche Entwicklungen (Gladiatorenkämpfe --> Öffentliche Hinrichtungen --> Stierkämpfe --> Autorennen -->Katastrophentourismus --> Big Brother --> Dschungel Camp --> Verfolgungsjagden live im Fernsehen --> Öffentliche Hinrichtungen? --> Gladiatorenkämpfe? = Voyeurismus und Sensationsgeilheit) zu hinterfragen.

Wenn man also vor hat, sich etwas tiefgründiger von der filmischen Umsetzung von Die Tribute von Panem idealistisch befruchten zu lassen, könnte es sein, dass man ab und an mal sauer Aufstoßen muss. Oberflächlich betrachtet, bietet der Streifen jedoch solide Unterhaltung mit einem Cast (Woody Harrelson, Donald Sutherland, Stanley Tucci, Elizabeth Banks, Lenny Kravitz), der seine Sache ganz gut macht, ohne dass die Rollen und das Drehbuch den Darstellen schauspielerische Meisterleistungen abverlangen. Vor allem Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence hat in ihrer noch jungen Karriere schon wesentlich ausgefeiltere Rollen (Winter`s Bone, Auf brennender Erde) gemeistert, wird aber erst durch ihren Auftritt als Katniss Everdeen in TvP einem großem Publikum im Gedächtnis bleiben. Mainstream sei dank.

Lust auf...?

Filmstarts

Kino (STUDIOCANAL)
Kinostart: 22.03.2012
Laufzeit: ca. 142 Minuten
Freigabe: FSK 12
Uncut: ja

Cast & Crew

Regie: Gary Ross

Drehbuch: Gary Ross, Suzanne Collins

Darsteller: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Lenny Kravitz, Elizabeth Banks, Stanley Tucci, Donald Sutherland

Produktion: Nina Jacobson, Jon Kilik

Kommentare

1 Kommentar

  • derschrecklichesven

    Tolles Fantasie Blockbuster Kino : OK wie im Kommentar oben richtig erkannt ist die Idee nicht ganz neu musste gleich an den asiatischen Film Battel Royal denken wo sich eine Schulklasse gegenseitig niedermetzelt und natürlich an Stephen Kings Todesmarsch.(eines der Richard Bachmann Bücher)
    Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence hat mittlerweile den richtigen Spagat zwischen kleineren Produktionen wie Wintersbone oder American Hustel und Blockbuster Filme wie X-men oder eben die Panemreihe gefunden.
    In den Panemfilmen sind sowieso wie bei Blockbuster üblich eine Menge namhafter Darsteller dabei ich möchte
    unbedingt Woody Harrelson hervorheben der in fast all seinen Filmrollen zu gefallen weis richtig guter darsteller
    Der Film ist sehr unterhaltsam, spannend,witzig und auch etwas actionreich.Jennifer Lawrence passt sehr gut in die Rolle der Katnnis Everdeen sie ist wunderschön und sexy gleichzeitig nimmt man ihr auch die Kämpferin ab.Sehr gutes fantasy Kino kein horror ich gebe 8,5 von 10 Punkten

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