Hellstone (2016)

Originaltitel: Hellstone
Land: Deutschland
Genre: Horror
Spielzeit: ca. 88 Minuten

Nach einem Wildunfall in einem Wald beobachtet ein junger Mann, wie ein Mönch von drei Satanisten getötet wird. Als er entdeckt wird, gerät er selbst in das Visier der drei schwarz gekleideten Gestalten und es beginnt eine Hetzjagd um Leben und Tod. Doch der junge Mann ahnt noch nicht das tatsächliche Unheil, das mit dem Tod des Mönchs einher ging. Denn dadurch konnte ein Dämon aus der Hölle auf die Erde gelangen…

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Hellstone Trailer

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Hellstone Review

Bild & Montage: Bewertung
Sprache & Synchro: Bewertung
Musik & Geräusche: Bewertung
Story & Dramaturgie: Bewertung
Schauspielkunst: Bewertung
Glaubwürdigkeit: Bewertung

Horror-Faktoren

Grusel: 1.5 / 10
Spannung: 4.5 / 10
Gewalt: 7 / 10
Splatter: 6 / 10
Trash: 6.5 / 10
Tragik: 1 / 10

Gesamtbewertung

5.5 / 10 Punkte

Die Review basiert auf dieser Fassung:
Originalfassung, Uncut

Kommentar:

Mit Hellstone liefert der deutsche Nachwuchsregisseur Andreas Tom nach dem First Person Horrorfilm FPS seinen ersten "richtigen" Spielfilm ab und begibt sich dabei in ein an Tanz der Teufel erinnerndes Szenario. Ein junger Mann, der sich, ohne es zu wollen, in einen Kampf gegen die finstere Welt der Dämonen begibt. Die Nähe zu Sam Raimis Klassiker wird nicht nur inhaltlich deutlich, sondern auch stilistisch - sei es das Szenenbild, die Kamera oder die Nachbearbeitung.

Durch den gesamten Film zieht sich ein 80er Jahre Charme, was direkt zu Beginn angekündigt wird, als ein blauer VHS-Screen von Stopp auf Play wechselt und der Film beginnt. Der vermutlich 20 Jahre alte Hauptdarsteller legt in seinen Mercedes mit der Zahl 1965 auf dem Kennzeichen eine Kassette mit klassischer Musik ein. An Smartphones würde in diesem Film niemand denken - eher an ein Autotelefon, das leider nicht verfügbar ist. Die 80er Jahre kauft man Hellstone zweifelsfrei ab.

In der ersten Stunde des 88 Minuten starken Films stellt sich das Schreiben von kurzweiligen Dramaturgien als große Schwäche des Drehbuchautoren heraus. Auf eine anfangs nicht chronologische Erzählung folgen einige Längen, die den Film teilweise schon ungewollt komisch wirken lassen und eine Veränderung der Story nur so herbei wünschen lassen. Doch wer die Zeit übersteht wird belohnt, denn Andreas Tom hat im letzten Drittel des Films noch einige Schmankerl parat.

Unterm Strich ist Hellstone nämlich ein Splatterfilm, was dank des Einsatzes von literweise Kunstblut viel Spaß bereitet. Insbesondere die liebevolle Inszenierung von Gewaltszenen sticht hervor: Da wird zum Beispiel vom Kameramann draufgehalten, wenn einem am Boden liegenden Mann der Schädel mit einem Hammer eingeschlagen wird und das Blut keinen anderen Weg findet, als aus der Nase des Opfers zu schießen. Oder da findet die Kettensäge einen passenden Eingang in den menschlichen Körper und in einer zelebrierenden Schnittfolge wird gezeigt, wie der Bediener der Kettensäge mit aus dem Körper austretenden Blut berieselt wird. Natürlich alles in B-Movie Qualität, aber dennoch wunderbar.

Und dann ist da noch der Cerberus. Ein der Legende nach dreiköpfiger Höllenhund, der in Hellstone frei interpretiert bereits zwei abgeschlagene Köpfe hat und mit seinem letzten Kopf für Angst und Schrecken sorgt. Für mich der Inbegriff der Kreativität und des Herzbluts der Crew hinter diesem Film.

Zum Finale von Hellstone hat sich der Protagonist in seiner Rolle eingelebt und ist bereit zu töten. Für seinen finalen Kampf legt er Beethovens 9. Sinfonie in den tragbaren Kassettenspieler ein, man fühlt sich an Clockwork Orange erinnert. Der Soundtrack ist unterhaltsam und das Sound-Design macht insgesamt ziemlich viel her, nur teilweise wurden Stimmen ohne sichtliche Erklärung runtergepitcht. Offenbar haben im Reich der Toten alle eine Boss-Endgegner-Stimme.

Zusammenfassend ist Hellstone ein derber Splatterfilm der sich selbst in keine Schranken weisen will und zeigt, was gezeigt werden muss. Die handgemachten Gore-Effekte und das (für einen B-Movie) großartige Creature Design stechen besonders hervor. Lediglich die sehr schwache Storyline schmählert die Unterhaltung des Zuschauers.

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Cast & Crew

Regie: Andreas Tom
Drehbuch: Andreas Tom
Darsteller: Michael Glantschnig, Klemens Niklaus Trenkle, Jürgen Sütterlin, Achim Volker, Iulia Kettner, Carolin Pfäffli, Ralf Dorweiler, Mario Kühfusz, Ines Klein, Hans Joachim, Katja Neugebauer
Produktion: Andreas Tom

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