Synopsis

Fünf Jugendliche machen einen Ausflug in eine abgelegene Holzhütte in einem Wald um dort ihren Urlaub zu verbringen. In der alten Hütte finden sie ein Buch namens „Das Buch des Todes“, in welchem Texte in einer fremden Sprache stehen. Als eine der Jugendlichen den Text vorliest, weiß sie nicht, was dadurch geschieht. Böse Geister werden freigelassen, welche nun Jagd auf die Jugendlichen machen und sie nichtmehr aus dem Wald rauslassen.

Trailer

Bilder

Review

Handlung:
Schauspieler:
Glaubwürdigkeit:
Bild:
Musik:
Sprache:
Grusel:
8/10
Spannung:
10/10
Gewalt:
9/10
Splatter:
6.5/10
Trash:
1/10
Tragik:
7/10
Gesamt: 9.5 / 10 Punkte

Die Review basiert auf dieser Fassung:
Originalfassung, Fright Nights 2013

Kommentar:

Am 20. April 2013 war es soweit. Im Rahmen des Fright Nights Horrorfilmfestivals in Wien konnten wir den meisterwarteten Film des noch jungen Kinojahres sehen. Über keinen Horrorfilm wurde mehr berichtet, keiner wurde von einer so großen Fanbase willkommen geheißen und an kein anderes Werk wurden so hohe Erwartungen gestellt.

Die wichtigste Frage vorweg: Kann der Film diesem immensen Druck standhalten? Ja, ja und nochmal ja!

Fünf junge Erwachsene fahren in ein abgelegenes Waldhaus um einer ihrer Freundinnen, Mia, dabei zu helfen ihre Drogensucht loszuwerden. Kalter Entzug! Für Mia öffnet sich die Hölle bereits in dem Moment, in dem sie das Pulver in den Brunnen leert.
Für den Rest der Gruppe beginnt der Horror nachdem der intellektuelle Eric einen Fluch aus dem Höllenbuch vorliest. Etwas Böses kommt aus dem Wald…

Die Vorlage „The Evil Dead“ von Sam Raimi aus dem Jahre 1981 gilt längst als Meilenstein der Horrorfilmgeschichte. Sam Raimi ist bei dem Remake mit dem fast identen Namen „Evil Dead“ zwar noch als Produzent an Bord, die Regie vertraut er jedoch mit Fede Alvarez einem jungen Newcomer an, der außer einem Kurzfilm („Panic Attack“) noch nichts Nennenswertes in seiner Filmografie vorzuweisen hat. Von diesem Problem ist der gute Fede jetzt befreit.

Seine Inszenierung ist über alle Zweifel erhaben. In jeder Einstellung steckt enorm viel Liebe und Gefühl; von der ersten Minute an ist man in den Bann gezogen und kann diesem bildgewaltigen, optisch atemberaubenden Alptraum nicht mehr entfliehen.
Egal ob das die märchenhaften Wald- und Landschaftseinstellungen zu Beginn sind, die vielen „Vertigo“-Fahrten oder die kreativen Spielereien mit diversen Lichtquellen, es fügt sich alles zu einem homogenen Ganzen zusammen.

Die größte positive Überraschung liefert der Film in den ersten 20 Minuten. Bei vielen seelenlosen Streifen wird die Einleitung nur rasch abgehandelt um die Horrorelemente starten zu lassen, doch nicht so bei „Evil Dead“. Die Charakterzeichnung stimmt genau, die Schauspieler sind nicht nur gut sondern sympathisch und die Idee, weg vom „Urlaub im Wald“ zum „Kalten Entzug einer Freundin“ zu gehen, erweist sich als wahrer Geniestreich. An dieser Stelle sticht der Film die komplette Konkurrenz aus.

Viel wurde über die brutale Härte von Evil Dead geschrieben. Auf dem deutschen Kinoplakat liest man: „Der schockierendste Film, den du jemals sehen wirst.“ Stimmt das? Vielleicht. Natürlich spielt hier die subjektive Wahrnehmung eine große Rolle, doch man kann zweifelsfrei sagen, dass der Film vor Gewalt strotzt und die Effekte richtig gut aussehen (es wurde völlig auf CGI verzichtet).

Prunkstück ist jedoch nicht unbedingt der Gore- und Splattergehalt, sondern die dämonische Besessenheit der Charaktere. Das Böse ist zum Greifen nahe. Jedes Mal, wenn der Dämon durch Mia spricht, fährt einem ein kalter Schauer über den Rücken. Hier erreicht der Film in seiner Schockwirkung eine Tiefe, die nur mit Blut und Gewalt alleine, unangetastet geblieben wäre.

Zu guter Letzt hat der Film auch noch eine gesunde Brise Skurrilität und Humor, zwar nicht so ausufernd wie bei „Tanz der Teufel 2“, aber dennoch sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Im Allgemeinen hat Fede Alvarez nicht versucht den Original-Klassiker zu kopieren, sondern „Evil Dead“ ist ein eigenständiger Film, der an den richtigen Stellen Zitate setzt (z.B. Egoperspektive durch den Wald und Baumvergewaltigung).

Wofür gab es dann die 0,5 Punkte Abzug? Das Ende ist nicht ganz so rund wie der Anfang und beinhaltet ein holpriges, dramaturgisches Experiment. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau und mindert die Gesamtqualität nur marginal.

Fazit: Fede Alvarez‘ „Evil Dead“ erfüllt die Erwartungen nicht nur, er übertrifft sie sogar. Ein optisch und technisch brillanter Film der zeigt, wie Horror funktioniert. Spannung bis zur letzten Sekunde, mutige Story, tolle Darsteller und Schockeffekte die auf mehreren Ebenen funktionieren. Ein absolutes Muss!

Lust auf...?

Filmstarts

Kino (Sony Pictures Entertainment)
Kinostart: 16.05.2013
Laufzeit: unbekannt
Freigabe: FSK 18
Uncut: ja

Auf Amazon kaufen Blu-ray (Sony Pictures Home Entertainment)
Starttermin: 02.10.2013
Laufzeit: ca. 91 Minuten
Freigabe: SPIO/JK - keine schwere Jugendgefährdung
Uncut: nein
Indiziert: ja

Auf Amazon kaufen DVD (Sony Pictures Home Entertainment)
Starttermin: 02.10.2013
Laufzeit: ca. 87 Minuten
Freigabe: SPIO/JK - keine schwere Jugendgefährdung
Uncut: nein
Indiziert: ja

Auf Amazon kaufen Blu-ray (Sony Pictures Home Entertainment)
Starttermin: 02.10.2013
Laufzeit: ca. 89 Minuten
Freigabe: FSK 18
Uncut: nein
Indiziert: nein

Auf Amazon kaufen DVD (Sony Pictures Home Entertainment)
Starttermin: 02.10.2013
Laufzeit: ca. 85 Minuten
Freigabe: FSK 18
Uncut: nein
Indiziert: nein

Cast & Crew

Regie: Fede Alvarez

Drehbuch: Fede Alvarez, Diablo Cody, Sam Raimi, Rodo Sayagues

Darsteller: Jane Levy, Shiloh Fernandez, Jessica Lucas, Lou Taylor Pucci, Elizabeth Blackmore

Produktion: Bruce Campbell, Sam Raimi, Robert G. Tapert

Kommentare

17 Kommentare

  • Corti

    Leute so super krass ist er nicht

    Kann mit Meisterwerken wie The Descent nicht mithalten, trotz 8 Jahre Abstand. Es geht leider alles etwas schnell und bis zu den letzten 10 minuten sind keine sonderlich blutigen Splatter Szenen zu sehen.

    Spannend ist er allemal und auch gruselig etc.. allerdings habe ich bei soviel Hype mehr erwartet also so n Standart Streifen.

    • Micha

      hmmm… habe mir den Film nun auch uncut angesehen, muß aber sagen das ich den bei weitem nicht so schockierend fand wie die Werbung für den Streifen vermuten läßt. Evtl. hatte ich auch einfach eine zu hohe Erwartungshaltung, also so richtig gefürchtet habe ich mich nicht, zuviele Szenen kommen einem so vor als wenn man sie schon zich mal so gesehen hätte. Da fand ich Insidious wesentlich angsteinflößender. (der subtile Horror, der mit der Phantasie des Zuschauers spielt, den finde ich imho eher gruselig als die immer wieder gezeigten Gewalteinlagen die total unglaubwürdig wirken)
      naja, Tanz der Teufel hatte ich damals drekt bei Erscheinen in einem kleinen Programmkino um 1:30 Uhr gesehen, da muß ich zugeben hab ich lang dran zu knabbern gehabt ;-)

      • Danny

        Hey Micha,

        Ich habe den Film auch nicht für so gruslig empfunden. Der Film hat mich irgw enttäuscht. Die Handlungen gehen zu schnell und für mich ist es eher ein Splatter als ein richtiger Horror. Trotzdem gebe ich den Film eine 6 von 10 .

  • Marco

    Die Story weisst leider ein bis zwei eklatante Logikfehler auf, was den Sehspaß doch etwas trübt.
    Ans Original kommt der bei weitem nicht ran. Die Baumszene wurde abgeschwächt und das es nicht mehr der Wald als Ganzes war, der von bösen Kräften durchsetzt war, sondern das Böse personifiziert wurde sind dabei Punkte, dass die Atmosphäre hinter der des Originals zurückbleibt.
    Wenn der Schluss als blutigster Schluss aller Zeiten durchgeht, war Shining auch einer der blutigsten Filme aller Zeiten.
    Aber die Effekte waren genial und die Storyänderungen haben grundsätzlich gepasst (wenn sie zu Ende gedacht wurden).
    So schlecht, wie es hier den Anschein macht, ist er aber nicht. Man kann ihn sich angucken, er unterhält und schön blutig ist er auch. Auch die Atmosphäre passt grundsätzlich (wenn auch, wie erwähnt, nicht so gut wie im Original).
    Man sollte allerdings wirklich so viel erwarten, auch wenn viele gute Kritiken von vermeintlichen Fachleuten darauf schließen lassen. Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass viele ihn überragend finden, weil sie überragend finden müssen/wollen.
    Außerdem sind im Trailer Szenen zu sehen, die nicht im Film sind. Vor allem bei den Szenen, die aus dem Keller kommen, find ich das blöd, da so gut wie nichts von dort kommt und so auch einiges an Atmosphäre und Grusel flöten geht.
    Er ist gut, aber nicht sehr gut und schon gar nicht überragend.

  • Alchemy

    Tja, ne billige Splattereinlage für Kinobesucher denen man nicht zuviel zumuten möchte.
    Der Film verliert sich ganz aus dem Remake, die Rollen des früheren Charismatischen Hauptdarstellers werden unter den Jungen leuten Verteillt (die selbstständig Agirende Hand), keine Mystik mehr, und die Augen, ja was ist mit den Augen?
    Warum hat man die Augen nicht so gelassen wie früher?

    Fazit: Ein Langweilliger Horrorfilm: Gesehen und wieder Vergessen…. Schade. :(

    PS: Der Trailer zum Film war besser als der ganze Film.
    PPS: Ich hoffe auf Tanz der Teufel 4.

  • Margery

    Das Remake kommt nicht ganz an das Original dran, dennoch hat er die 9,5 wirklich verdient. Habe schon lange nicht mehr einen so guten Horrorfilm gesehen, auf jeden fall sehenswert!! (;

  • Skullcrusher

    So, hab den Film gestern endlich gesehen. Alles in allem kann man von einem gelungenen Remake sprechen – allerdings nur wegen dem letzten Drittel, welches wirklich stark ist. Leider kommt der Streifen nur langsam in die Gänge; bei der Hälfte hab ich mir schon gedacht „Manche Filme sollten man nicht neu verfilmen“. Aber wie gesagt, auf Grund des starken Finales – Daumen hoch.

  • Muhrat

    Der Film ist ein ziemlicher Topfen. Wie so ziemlich jedes Remake in den letzten Jahren billig heruntergekurbelt, ohne eigene Ideen. Der Verfasser dieser Filmkritik muss das Original abgrundtief hassen oder wie kommt man auf die Wahnsinnsidee diesem auf Zelluloid gebannten Schrottfilm 9,5 Punkte zu geben? Da versteht man die Welt nicht mehr.

    • Denser

      O.o wart ihr in nem anderen Film?? Da fand ich den The Cabin in the woods Gruseliger als den. Ich weiß noch wie ich das Orginal gesehen hab einfach hammer. Was die daraus gemacht haben echt schade. 0 Grusel einfach nur noch Splatter kein feeling oder sonst was.

    • Trelkovsky/Choule

      Genau dieser Meinung bin Ich auch.Ein gutes Beispiel für Moderne Horrorfilme.Außer billigen Tricks war da nix….Man merkt dem Film an das er ohne Begeisterung für das tolle Genre Horror gemacht wurde wie viele der Neueren Filme….
      Natürlich gibt es da Gott sei Dank auch Ausnahmen wie z.b. „It Follows“ usw…….
      Absolut kein vergleich zum Original……

  • Sebastian

    Ich hab mir den Film gestern angeschaut und mich auf einen guten und grusligen Film gefreut. Ich habe aber stattdessen einen puren Splatterfilm bekommen.

    Glaubwürdigkeit und Schauspielkunst einen Daumen nach oben zu geben finde ich völlig danben. Die Charaktere sind so dünnschichtig und man ist nich sonderlich berührt wenn einer von ihnen krepiert. Ein Gruselfakrot ist bis auf einzelne seltene Schockmomente nicht vorhanden.

    Es ist ein guter Sparterfilm. Mehr aber auch nicht.
    Was der Trailer verspricht kann der Film, wie so oft, nicht halten.
    Schade eigentlich :(

    Meine Bewertung: 5 von 10

  • Mobilus

    Einmal 91 Minuten und einmal 87 Minuten, aber beides ungekürzte Fassungen? Hier sind die Dämonen offenbar schon bis nach Sony vorgedrungen.

  • TOM

    schlechter film das original ist kult dieser nur langweilig

  • Der Held

    wäre ein remake gleich wie das original, müsste man den streifen ja nicht mehr schauen, eure komentare helfen leider niemandem weiter….

  • dark

    ich kann mich Held nur anschließen..auserdehm vergesst ihr,alle die ihr kritisiert das Sam Raimi selbst mitgewirkt hat..und ich denke wenn der vater des films zufrieden war..warum dann zweifeln :)…natürlich ist das orginal ein klassiker und nicht zu toppen in seinem einzigartigen charm..aber das hat bei dem rimake meiner meinung nach keiner versucht..es ist natürlich an die klassik version stark angelehnt…aber mehr auch nicht…ich hab ihn mehr als kanz neu gemachten film mit bekannter handlung angeschaut..und war sehr damit zufrieden…mein fazit: vergesst beim anschauen ein bischen das orginal,dann macht der streifen wirklich spaß…..9,5 von 10 punkten….

  • derschrecklichesven

    Gelungenes Remake das auch Sinn macht gerade für die jüngere Generation da das original ja nicht mehr uncut zugänglich ist.die story wird anderst erzählt was auch gut so ist mia gibt eine tolle Heldin ab ,an ash kommt sie aber nicht heran so erreicht der Film trotz höherem Blutzoll nicht die Intensität des orginals das auch für seine damalige Kamera fahrt Wegbereiter war.das hört sich jetzt ein bisschen negativ an aber das original und seine grandiose humorvolle Fortsetzung bleiben eben unereicht.
    Das Remake hat mich sehr gut unterhalten,mia wird spät zur Heldin tritt dann aber dem bösen mächtig in den arsch.8,5 von 10 Punkte

  • Dukeheinrich

    Wer zum teufel bewertet das?
    14 meiner 16 Vorredner fanden ihn lahm wenn ich das richtig gezählt habe :D
    Also ist der einfach mal viel zu gut bewertet, wer will denn wissen was ein nerdiger Pickelbold darüber denkt?
    Es muss doch für alle erträglich sein, man sollte zwar nie viel erwarten, aber dank euch hab ich das getan.
    kleiner Tipp: scheißt doch einfach gleich auf die Wertung und stellt nur den Film vor, ich hab mich jetzt zum xten mal von euch in die Irre führen lassen..

    Der Film ist enttäuschend, ich bin zwar auch kein Fan von tanz der teufel, aber hier sind die Logiklöcher so klaffend das ne Boeing durchpasst, ständig fasst du dir an die Rübe und denkst: aaalter hat sie das jetzt echt gemacht? wie dumm kann man sein?

    ab in die Tonne den Müll..

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