11. Januar 2012 von in

Verblendung – The Girl with the Dragon Tattoo von David Fincher

Lange haben Fans von David Finchers Sieben auf die Rückkehr des Regisseurs in die düstere Filmlandschaft des Thrillers gewartet. Mit seiner Neuinterpretation des 1. Teils der weltweiten Bestseller der Millenium-Triologie ist ihm die Rückkehr gelungen. In der düsteren Adaption mit dem Titel Verblendung – The Girl with the Dragon Tattoo (im Original Männer, die Frauen hassen) taucht man als Zuschauer tief in die seelischen Abgründe des altnazistischen Vanger-Clans ein und bekommt abscheuliche Details und persönliche Dramen aufgetischt, die mit einer angsteinflößenden Kälte erzählt werden und einen so schnell nicht mehr loslassen. Aber nicht nur deshalb wurde die Buch-Triologie des verstorbenen Autors Stieg Larrson in mehr als 48 Ländern ca. 62 Millionen mal verkauft und hat zahlreichen Menschen das schaudern gelehrt.

Verblendung-Hauptplakat(988x1400)Inhaltlich geht es um Henrik Vanger, einem alteingesessen Industriehai mit einem Problem: Seit 40 Jahren versucht ihn jemand aus seiner Familie in den Wahnsinn zu treiben. Mit dem Verschwinden seiner Lieblingsnichte Hariett heuert Vanger den Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomkvist an, unter dem Vorwand, eine Familienchronik zu erstellen. Blomkvist (Daniel Craig) kommt dieses Angebot gerade richtig, so hat er sich erst kürzlich durch die Veröffentlichung gegen ein Wirtschaftsunternehmen prangernden Artkels in der Zeitung „Millenium“ hochgradig verschuldet und versucht somit seine Ehre, sowie  sein Bankkonto wieder aufzufüllen. Als Mikael auf dem Anwesen der Vangers ankommt erfährt er erst, dass es sich hauptsächlich um die Aufklärung des Verschwinden von Hariett dreht, um Henrik Vanger endlich Seelenfrieden zu verschaffen – dieser ist nämlich, wie die restliche Verwandtschaft und die Polizei, in dem Glauben Hariette sei Opfer eines Verbrechens geworden. Doch Blomkvist möchte nicht allein an dem Fall arbeiten und so bekommt er Hilfe durch die unorthodoxe junge Detektivin mit Hacker-Ambitionen namens Lisbeth Salander (Rooney Mara), welche versucht ihren Platz in der Gesellschaft zu finden – und dabei immer wieder feststellen muss, dass die Realität aus einer harten Welt besteht, welche durch Mord, Korruption, Vergewaltigung und Betrug immer mehr an Reiz verliert. Mit jedem weiteren Schritt in die Familienchronik der Vangers, entdeckt das ungleiche Ermittler-Duo mehr grausame Details der Vergangenheit, welche sich wie ein roter Faden bis hin in die Gegenwart ziehen und unaussprechlich-monströses Ausmaße annehmen. Bald schon erkennen die Zwei, dass sie zuviel wissen, um noch glimpflich davon zu kommen. Letztendlich bleibt ihnen nur ihr aufkommendes gegenseitiges Vertrauen und ein wacher Geist, um aus dem Gespann von dramatischen Ereignissen zu entkommen.

Durch die überarbeitete Drehbuchversion des Starautors Steven Zaillian soll die Geschichte sehr viel stimmiger wirken, als der schwedische Vorgänger des Films, welcher den Zuschauer an manchen Handlungssträngen unlogisch oder gar langweilig erschien. Doch auch durch die düstere und abgründige Atmosphäre, welcher die Trailer und Teaser Trailer wiederspiegeln, wirkt Verblendung sehr viel interessanter als die schwedische Version. Anfangs hatten Fans der Reihe große Angst, was Hollywood aus dem genialen Thriller machen würde, hinaus gekommen ist aber ein Film, dessen Regisseur keine Kompromisse eingehen wollte. Finchers Hauptbedingung war es nämlich, sich während des Drehs keine Gedanken um die Jugenfreigabe machen zu müssen – wir dürfen also gespannt sein, welche Grausamkeiten David Fincher aus den Ärmel gezogen hat, um den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen, um ihn zu schocken oder vielleicht sogar vor Erfurcht erstarren zu lassen.

Ob die Begeisterung unter den Deutschen sich genauso zurückhalten wird, wie die der Amerikaner, wird  sich erst in den kommenden Tagen herausstellen. Ob dann auch noch die zwei weiteren Teile Verdammnis (Original: Das Mädchen, das mit dem Feuer spielte) und Vergebung (Original: Das Luftschloss, das gesprengt wurde) ihren Weg in die deutschen Kinos finden werden, steht auch noch in den Sternen. So hört sich Verblendung doch nach einem sehr kontroversen Filmkunstwerk an, welches sicherlich einige Gemüter aufwühlen wird.

Aber: Verschafft euch selbst einen Eindruck, wir haben ein Video parat, welches uns bereits überzeugt hat.

Wenn es euch genauso geht, dann könnt ihr Verblendung – The Girl with the Dragon Tattoo ab dem 12.01.2012 im Kino ansehen.

(Dies ist ein gesponsorter Artikel)

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